Ämter & Kreise

116
Gemeinden im Kreis

114 davon gehören zu einem der sechs Ämter

6
Ämter

Alle sechs entstanden 2008 in einer Reform

1.428
km² Fläche

davon 801 km² Geest , 627 km² Marsch.

Der Kreis und seine Ämter

Sechs Ämter teilen sich den Kreis Dithmarschen. Vier liegen an der Küste und in der Marsch, zwei im Binnenland am Geestrand. Die Kreisstadt Heide gehört keinem Amt an. Ein Klick auf eine Fläche führt zur jeweiligen Seite.

Die sechs Ämter und die Stadt Heide im Kreis Dithmarschen Eider Mittel- dithmarschen Heider Umland Marne- Nordsee Büsum- Wesselburen Burg- St. Michaelis- donn Heide

Pfarrbezirk

Ursprünglich der Bezirk, in dem ein Pfarrer predigen durfte. Das ist die Herkunft des Wortes — und der Grund, warum es bis heute nach Kirche klingt, obwohl längst Verwaltung gemeint ist.

Landeseinheit

Um 1350 war ein Kirchspiel keine Pfarrangelegenheit mehr, sondern ein Gemeinwesen. Es war für Deichwesen, Gerichtsgewalt, Feuerpolizei, Heeresaufgebot und den Abschluss von Verträgen mit auswärtigen Mächten zuständig.

Verwaltungsform

1867 führte Preussen die Landgemeinden ein und liess die Dithmarscher Ordnung unangetastet, weil in den Kirchspielen längst weltliche Strukturen steckten. Aus den Kirchspielgebieten wurden politische Gemeinden. 1948 hiessen die neuen Ämter im Kreis Dithmarschen Kirchspielslandgemeinde, 1970 wurden daraus auch namentlich Ämter — und die Amtsverwaltung des Landes übernahm die Idee für ganz Schleswig-Holstein.

Die alte Gliederung

Urkirchspiele
Sechs neben Meldorf — aus dem Mutterkirchspiel Meldorf entwickelte sich die erste Untergliederung des Landes.
Döffte
Fünf Landesteile, davon vier stimmberechtigt. Die fünfte, die Strandmannsdöfft, stand abseits.
Vertreter je Döffte
Zwölf. Jede Döffte entsandte zwölf Mitglieder auf Lebenszeit.
Richter im Obergericht
Achtundvierzig — nicht sechzig, weil die Strandmannsdöfft sich an der Verfassungsreform von 1447 nicht beteiligte.

Seit 1447 tagte das Obergericht der Achtundvierziger im Flecken Heide; dort wurde das Dithmarscher Landrecht aufgezeichnet. Heide löste damit Meldorf als Zentrum ab. Das Land regierte sich über seine Kirchspiele selbst — bis zur Letzten Fehde 1559.

Was davon geblieben ist, ist sichtbar: Ein Dithmarscher Gotteshaus war nicht nur ein Sakralbau, sondern der Ort der politischen Versammlung. Geistliche und weltliche Angelegenheiten lagen in denselben Händen am selben Ort. Deshalb gibt es in Dithmarschen kaum alte Rathäuser — aber Kirchen, in denen Landespolitik gemacht wurde.

Warum die Zahl 48 im Namen steckt

Fünf Döffte zu je zwölf Vertretern wären sechzig Richter gewesen. Die Strandmannsdöfft beteiligte sich an der Verfassungsreform von 1447 nicht und stellte keinen Vertreter — deshalb wurden es achtundvierzig. Genau daher trägt das Obergericht seinen Namen.

Die alten Nachschlagewerke nennen vier Gaue und eine fünfte Döffte in abgesonderter Stellung. Die neuere Darstellung nennt fünf Döffte, von denen vier stimmberechtigt waren. Beide Angaben beschreiben denselben Sachverhalt.

Vier Stationen bis zum Amt

Von den Kirchspielen der Bauernrepublik bis zu den sechs Ämtern von heute — die Dithmarscher Verwaltungsgeschichte in einer Linie.

Zeitachse der Dithmarscher Verwaltungsgeschichte von 1350 bis heute Waagerechte Zeitachse mit sechs Punkten: 1350 die Kirchspiele als eigenständige Einheiten, 1447 das Obergericht der Achtundvierziger in Heide, 1867 die Kirchspielslandgemeinde, 1948 die Ämter, 1970 die Vereinigung zum Kreis Dithmarschen, 2008 die sechs heutigen Ämter. Eigenständige Einheiten Kirchspiele 1350 1447 Obergericht in Heide 48 Achtundvierziger Ordnung bleibt bestehen Preussen übernimmt sie 1867 1948 Die Ämter entstehen Kirchspielslandgemeinde Ein Kreis, neue Namen Heide wird Kreisstadt 1970 2008 Sechs Ämter und zwei Städte Bauernrepublik Preussische Provinz Schleswig-Holstein
  • Land und Ordnung
  • Reform und Neuschnitt
  • Gegenwart
Was zwischen 1350 und 2008 geschah — gemessen an dem, was sich für die Verwaltung änderte.
Jahr Station Was geschah
1350 Die Kirchspiele Dithmarschen ist ein Bund eigenständig handelnder Kirchspiele. Sie tragen Deichwesen, Gerichtsgewalt, Feuerpolizei, Heeresaufgebot und den Abschluss von Verträgen mit auswärtigen Mächten.
1447 Das Obergericht Das Dithmarscher Landrecht wird aufgezeichnet, das Obergericht der Achtundvierziger tagt im Flecken Heide. Heide löst Meldorf als Zentrum ab.
1867 Die Kirchspielslandgemeinde Preussen führt die selbstständigen Landgemeinden ein. In Dithmarschen bleibt die bestehende Ordnung unangetastet, weil in den Kirchspielen längst weltliche Strukturen stecken. Aus den Kirchspielgebieten werden politische Gemeinden.
1948 Die Ämter entstehen In Schleswig-Holstein werden Ämter gebildet. Im Kreis Dithmarschen heissen sie Kirchspielslandgemeinde — eine Bezeichnung, die es so nur hier gibt.
1970 Ein Kreis, neue Namen Norder- und Süderdithmarschen werden zum Kreis Dithmarschen vereinigt. Heide wird Kreisstadt; aus den Kirchspielslandgemeinden werden auch namentlich Ämter.
2008 Sechs Ämter Die Verwaltungsstrukturreform schneidet die Ämter neu. Aus den bisherigen Ämtern werden sechs — dieselben, die auf dieser Seite verlinkt sind.

1350

Die Kirchspiele

Was geschah
Dithmarschen ist ein Bund eigenständig handelnder Kirchspiele. Sie tragen Deichwesen, Gerichtsgewalt, Feuerpolizei, Heeresaufgebot und den Abschluss von Verträgen mit auswärtigen Mächten.

1447

Das Obergericht

Was geschah
Das Dithmarscher Landrecht wird aufgezeichnet, das Obergericht der Achtundvierziger tagt im Flecken Heide. Heide löst Meldorf als Zentrum ab.

1867

Die Kirchspielslandgemeinde

Was geschah
Preussen führt die selbstständigen Landgemeinden ein. In Dithmarschen bleibt die bestehende Ordnung unangetastet, weil in den Kirchspielen längst weltliche Strukturen stecken. Aus den Kirchspielgebieten werden politische Gemeinden.

1948

Die Ämter entstehen

Was geschah
In Schleswig-Holstein werden Ämter gebildet. Im Kreis Dithmarschen heissen sie Kirchspielslandgemeinde — eine Bezeichnung, die es so nur hier gibt.

1970

Ein Kreis, neue Namen

Was geschah
Norder- und Süderdithmarschen werden zum Kreis Dithmarschen vereinigt. Heide wird Kreisstadt; aus den Kirchspielslandgemeinden werden auch namentlich Ämter.

2008

Sechs Ämter

Was geschah
Die Verwaltungsstrukturreform schneidet die Ämter neu. Aus den bisherigen Ämtern werden sechs — dieselben, die auf dieser Seite verlinkt sind.

Heide

Kreisstadt · amtsfrei

22.125 Einwohner, Fläche 31,97 km². Seit 1970 Sitz der Kreisverwaltung, dazu der grösste unbebaute Marktplatz Deutschlands und das Kreishaus von 1974.

Zur Stadt Heide

Brunsbüttel

Stadt · amtsfrei

12.640 Einwohner,
Fläche 65,21 km². Am Nord-Ostsee-Kanal, mit der grössten Schleuse Europas und dem Hafen an der Elbmündung.

Zur Stadt Brunsbüttel

Marne

Stadt im Amt Marne-Nordsee

5.558 Einwohner,
Fläche 4,83 km². Stadtrecht seit 1891, Sitz der Amtsverwaltung im alten Rathaus — im Amt mit zwölf weiteren Gemeinden.

Zur Stadt Marne

Meldorf

Stadt im Amt Mitteldithmarschen

7.158 Einwohner. Stadtrecht seit 1265 und damit die älteste Stadt des Kreises; mit dem Meldorfer Dom war sie über Jahrhunderte das Zentrum Dithmarschens.

Zur Stadt Meldorf

Wesselburen

Stadt im Amt Büsum-Wesselburen

3.336 Einwohner,
Stadtrecht seit 1899, Geburtsort des Dichters Friedrich Hebbel — im Amt mit siebzehn weiteren Gemeinden.

Zur Stadt Wesselburen

Zwei Städte, sechs Ämter

Jede Zeile führt auf die Seite des Amtes oder der Stadt. Sortiert nach Fläche, absteigend — das ist die Reihenfolge, in der auch die Karte gelesen wird.

Die Gliederung des Kreises Dithmarschen, Stand 31. Dezember 2025.
Amt oder Stadt Sitz Art Gemeinden Einwohner Fläche
Amt Kirchspielslandgemeinden Eider Hennstedt Amt 34 19.019 361 km²
Amt Mitteldithmarschen Meldorf Amt 24 23.216 340 km²
Amt Marne-Nordsee Marne Amt 13 12.623 176 km²
Amt Kirchspielslandgemeinde Heider Umland Heide Amt 11 15.409 157 km²
Amt Burg-Sankt Michaelisdonn Burg Amt 14 15.563 153 km²
Amt Büsum-Wesselburen Büsum Amt 18 12.810 144 km²
Stadt Heide eigene Verwaltung amtsfrei 1 22.125 32 km²
Stadt Brunsbüttel eigene Verwaltung amtsfrei 1 12.640 65 km²

Amt Kirchspielslandgemeinden Eider

Sitz
Hennstedt
Art
Amt
Gemeinden
34
Einwohner
19.019
Fläche
361 km²

Amt Mitteldithmarschen

Sitz
Meldorf
Art
Amt
Gemeinden
24
Einwohner
23.216
Fläche
340 km²

Amt Marne-Nordsee

Sitz
Marne
Art
Amt
Gemeinden
13
Einwohner
12.623
Fläche
176 km²

Amt Kirchspielslandgemeinde Heider Umland

Sitz
Heide
Art
Amt
Gemeinden
11
Einwohner
15.409
Fläche
157 km²

Amt Burg-Sankt Michaelisdonn

Sitz
Burg
Art
Amt
Gemeinden
14
Einwohner
15.563
Fläche
153 km²

Amt Büsum-Wesselburen

Sitz
Büsum
Art
Amt
Gemeinden
18
Einwohner
12.810
Fläche
144 km²

Stadt Heide

Sitz
eigene Verwaltung
Art
amtsfrei
Gemeinden
1
Einwohner
22.125
Fläche
32 km²

Stadt Brunsbüttel

Sitz
eigene Verwaltung
Art
amtsfrei
Gemeinden
1
Einwohner
12.640
Fläche
65 km²

Marne, Meldorf und Wesselburen sind Städte innerhalb eines Amtes — sie haben eine eigene Städteseite und gehören zugleich zum Amt. Heide und Brunsbüttel führen ihre Verwaltung selbst und gehören zu keinem Amt.

Stand 31. Dezember 2025. Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein; Gliederung und Verwaltungssitze: Kreis Dithmarschen.

Die Verwaltungen im Netz

Die offiziellen Seiten der Amtsverwaltungen und der Städte im Kreis Dithmarschen. Für Inhalte und Aktualität sind die Verwaltungen selbst verantwortlich.

Die sechs Amtsverwaltungen und ihre Webseiten

Amt Kirchspielslandgemeinden Eider
Hennstedt

Amt Mitteldithmarschen
Meldorf

Amt Marne-Nordsee
Marne · führt auch die Stadt Marne

Amt Kirchspielslandgemeinde Heider Umland
Heide · Bürgerportal des Landes

Amt Burg-St. Michaelisdonn
Burg (Dithmarschen)

Amt Büsum-Wesselburen
Büsum · führt auch die Stadt Wesselburen

Die Städte und die Webseiten dazu

Stadt Heide
Kreisstadt

Stadt Brunsbüttel
amtsfrei

Stadt Meldorf
im Amt Mitteldithmarschen

Stadt Wesselburen
im Amt Büsum-Wesselburen

Stadt Marne
im Amt Marne-Nordsee · wird vom Amt geführt

Zu den Mühlen in Dithmarschen

Was das Land drumherum mahlt: fünfzehn denkmalgeschützte Wind- und Wassermühlen, ihre Bauformen und eine Tour über neun Stationen vom Geestrand bis zur Küste.

Zu den Mühlen

Zu den Hochbrücken

Was den Kanal überspannt: Brücken und Tunnel zwischen Brunsbüttel und Kiel, dazu die Zeitachse ihrer Entstehung. Für alle, die von den Ämtern weiter ans Wasser wollen.

Zu den Hochbrücken

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